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50 Jahre Prellball in Wohnste

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1967 startete Johann Wölbern mit einer weiblichen B-Jugend das Experiment Prellball beim MTV Wohnste. Aus diesem Experiment wurde eine kleine Erfolgsgeschichte, mit phasenweise über 20 Mannschaften aller Altersklassen. Derzeit spielen noch 18 Mannschaften aktiv und darunter immer noch Johann Wölbern. Selbstverständlich nahm auch er an den Feierlichkeiten statt und auch drei von den damals fünf Spielerinnen waren der Einladung gefolgt. Gisela Hauschild, Helga Vollmers und Marianne Zittlau, spielen zwar schon lange nicht mehr Prellball, sind aber immer noch mehr oder weniger sportlich dabei. Marga Klindworth und Christa Fallenbeck waren leider zu diesem Termin verhindert. Der Tag des Jubiläums startete am 13.Mai aber mit einem Überraschungs-Ausflug der Aktiven. Familie Ehlert hatte sich was ausgedacht und ließ alle Teilnehmer bis hinter Hamburg im Ungewissen. Dann bog der Bus ab Richtung Ratzeburg zur „Drei Muskel Tour“.

Hier erlebten Jung und Alt gleichermaßen Spaß und Abwechslung. In 6er Gruppen musste man sich zunächst 4,5 Kilometer mit einer Draisine nach Schmilau fortbewegen und dabei selbstständig beim Überqueren der Fahrbahn, den Straßenverkehr sichern. Angekommen konnte man bei der Rast diverse kuriose Fahrräder ausprobieren, ehe es zu sechst auf einem Fahrrad weiterging. Während nur einer in Fahrtrichtung sitzt und lenkt, sitzen die anderen im Kreis dazu und müssen zumindest mittreten. Mit diesem Fortbewegungsmittel ging es zurück zum Ratzeburger See, wo die 47 Wohnster Prellballer auf 3 Boote aufgeteilt wurden. Nun mussten alle unter Anleitung eines Offiziellen und einem Taktgeber, selber das Paddel in die Hand nehmen und über den See rudern Richtung Ausgangspunkt. Ohne jeglichen Zwischenfall absolvierten alle Teilnehmer diese vier –stündige Tour mit Bravour und hatten auch mit dem Wetter sehr viel Glück. Denn in der Zwischenzeit hörte man aus Wohnste, dass dort am Nachmittag ein Unwetter hereinbrach. Zum Glück waren aber alle Vorbereitungen für den Abend rechtzeitig abgeschlossen und als der Bus in Wohnste zum Abend eintraf, spielte auch das Wetter wieder mit, so dass der offizielle Teil bei der Köhlerhütte reibungslos in einander übergehen konnte.

Nachdem sich nun auch weitere Prellballer und geladene Gäste eingefunden hatten, stärkten sich alle erst einmal an frisch Gegrilltem und Salaten. „Das haben wir uns verdient“, eröffnete dann Abteilungsleiter Udo Ehlert bei seiner Begrüßung. Ein wenig ist dieser Tag denn auch eine „Danke schön - Party“ von den Deutschen Jugendmeisterschaften, die der MTV Anfang April ausrichtete und mit viel Eigenleistung und diversen Sponsoren, zu einem besonderen Ereignis werden ließ.

In 50 Jahren ist aber auch so einiges passiert. Dieses konnte man bereits bei den „Deutschen“ nachlesen, aber auch an diesem Tag stand die Chronik zur Verfügung. Dieses über 100-seitige Buch stellte Helmut Hänning, der an diesem Abend leider urlaubsbedingt verhindert war, in Zusammenarbeit mit Johann zusammen. Eine einmalige Ausgabe, in der fast alles zu finden ist, was in dem halben Jahrhundert passiert ist. Denn Johann hat alles gesammelt und notiert: Tabellen, Ergebnisse, Spielereinsätze, Berichte etc. und tut das auch immer noch. Aus so einem Pool ist es natürlich auch für den Abteilungsleiter ein leichtes, Personen zu filtern, denen man, aus welchem Grund auch immer einer Ehrung zukommen zu lassen. Denn neben den Gründungsmitgliedern überraschte er noch ein paar weitere Personen.

Zunächst überreichte er den vier Sottrumer Frauen, die seit drei Jahren mit Thea Heppner-Wiese und Ann Katrin Heppner, recht erfolgreich als Wohnste 1 in der Bundesliga spielen, eine MTV Tasse. Aber auch ein Spieler vom TV Baden möchte ab der nächsten Saison beim MTV spielen und konnte solch eine Tasse entgegennehmen. „Damit ihr euch noch besser mit uns identifiziert“ fügte Udo Ehlert hinzu. Das Johann Wölbern alle Spiele nach bestem Wissen und Gewissen notiert, bekamen Thea Heppner-Wiese und Ralf Kutzner zu spüren. Sie durchbrachen zum Ende der Saison die Schallmauer von 500 Spielen und das beide seit dem Jahr 2000. Thea begann damals als junges Mädchen und Ralf kam vom SC Diamant Stade zum MTV. Beide bekamen dafür eine Plakette ausgehändigt.

Thea durfte dann aber noch mehr entgegennehmen. Sie war diejenige, die im Vorfeld für die Deutschen Jugendmeisterschaften mit Abstand die größte Unterstützung darstellte und dafür hatte der Abteilungsleiter ihr schon bei der Veranstaltung ein großes „Danke-Schön“ in Aussicht gestellt. Und da sie auch eine treibende Kraft unter den vier Übungsleitern ist, überreichte Udo Ehlert auch Victoria Ehlert, Fabyenne Renk und Peter Flamme eine Aumerksamkeit für Ihr Engagement bei der Jugendarbeit.

Doch nicht alles kann man mit Zahlen bewerten und so rief der Abteilungsleiter fünf weitere Personen zu sich, bei denen er sich bedanken wollte. Als erstes Regine Wölbern: „ Wenn du Johann nicht so viel Raum gegeben und ihn zusätzlich unterstützt hättest, wären wir jetzt alle nicht hier.“ Regine kümmerte sich jahrelang um die Bewirtung bei Heimspielen in Sittensen, die letzten Jahre machte dies Grit Ehlert und ab der nächsten Saison, kümmert sich Anja Meyer um das leibliche Wohl. Bei Sonja Schnackenberg bedankte der Abteilungsleiter sich auch noch ganz besonders. „Weil sie einfach da ist, wenn man Hilfe (auch mal ganz spontan) braucht.“ Zuletzt besonders ebenfalls bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, wo sie mit ihrem Mann die ganze Pressearbeit leistete. Und so ganz nebenbei erspielte sie vor kurzem mit dem VfL Hannover die Bronzemedaille bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften der Frauen 40 in Fredenbeck. Einen Tag vor Muttertag kam ein kleiner Blumenstrauß für dieses Quartett doppelt gut an. Kein Blumenstrauß, aber eine „Bierprobe“, nahm zu guter Letzt Klaus Schnackenberg entgegen. Er ist zwar für den ganzen MTV der Hallenwart, aber davon profitieren die Prellballer ganz besonders. Auch für diesen Abend hatte er selbstverständlich alle Vorbereitungen mit getroffen und der Bereich um die Köhlerhütte ist sowieso immer in bester Ordnung. Damit war dann aber auch gut mit dem offiziellen Teil. Letztendlich hatte man sich auch noch so einiges über die letzten 50 Jahre Prellball auszutauschen und dafür war dann auch noch genügend Zeit, die einige bis in die frühen Morgenstunden ausnutzten.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 24. Mai 2017 um 06:28 Uhr  

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